Wir über uns

Die Leidenschaft des Theaterspielens verbindet viele Amateure. Meist bilden sich unter dem Dach eines anderen Vereins kleinere Gruppen, die dieses Hobby neben dem eigentlichen Zweck ihres Vereins betreiben. Theater-Schondorf e.V. ist jedoch ein eigens zur Pflege des Amateurtheaterspiels im Jahr 2005 gegründeter gemeinnütziger Verein.

Aus den ursprünglich 20 Gründern wurden inzwischen mehr als 40 Mitglieder, die im weiteren Umfeld des Ammersees beheimatet sind. Einige unserer Mitglieder wohnen in Landsberg am Lech, andere kommen bis aus München. Sie gehen einer Vielzahl von Berufen nach, wodurch auch nahezu alle sozialen Schichten der Bevölkerung repräsentiert sind. Etwas mehr als die Hälfte davon steht bei passender Gelegenheit auch als Schauspieler(in) auf der Bühne. Daneben werden fast sämtliche, sich bei der Produktion eines Theaterstücks stellenden Herausforderungen von den Mitgliedern geleistet.

Genau diese Vielfältigkeit möglicher Mitwirkung macht den besonderen Reiz einer Amateurbühne ebenso aus wie die Tatsache, dass alle Beteiligten mit Herzblut bei der Sache sind. Die Mitglieder des Vereins hegen einen hohen qualitativen Anspruch. Dem wird auch dadurch Rechnung getragen, dass es pro Jahr nur eine Produktion gibt, wobei sich die Abteilungen grundsätzlich abwechseln.

Bedingt durch seine Herkunft und Geschichte hat der Verein zwei Abteilungen, die sich hinsichtlich ihres bevorzugten Genres unterscheiden, nicht jedoch hinsichtlich der Mitglieder und Mitwirkenden. Die "Schondorfer Jakobsbühne" spielt Kriminaltheater. Hier wurden "Ein Inspektor kommt" (2000), "Arsen und Spitzenhäubchen" (2007), "Zeugin der Anklage" (2009) und "Die Falle" (2011), "Und dann gab's keines mehr" (2013) zur Aufführung gebracht. Inszeniert wurden diese Stücke vom Abteilungsleiter Alex Dorow, der auch Regie führte. 

Die "Hans-Sachs-Gruppe" gab ursprünglich Fastnachtsstücke dieses deutschen Renaissancedichters. So kamen "Frau Wahrheit" und "Das heiße Eisen" (2002), "Der Doktor mit der großen Nase" und "Der Rossdieb mit der roten Kappen" (2005) ebenso zur Aufführung, wie die besonders anspruchsvolle Inszenierung des "Schondorfer Jedermann" (2007), einer neuhochdeutschen Prosaadaption des Jedermannstoffes nach Hans Sachs. Hier war der damalige Abteilungsleiter Erwin Ulrich Autor der Neufassung, Inszenierender und Regisseur. Nachdem der sich zur altersbedingten Ruhe gesetzt hatte, wurden "Der Zauberer von Oz" (2008) als szenische Lesung unter der Leitung von Lisa Frank-Ravel und die Märchenspiele "Der kleine Muck" (2010), "Schneewittchen steht Kopf" (2014) vom Autor Holger Schmidt-Lutz inszeniert.

Die Fastnachtsstücke wurden auf mobilen Freiluftbühnen im Ort Schondorf gegeben. Heute regelmäßige Spielstätten sind die Bühne der Aula der Stiftung Landheim (Kriminalstücke) oder der Grundschule in Schondorf. Meist regelmäßige Gastspiele gibt es im Theatersaal des Augustinums in Dießen sowie im Stadttheater Landsberg. Als besondere Ausnahme wurde "Der Schondorfer Jedermann" anlässlich des fünfzigsten Kirchenjubiläums ausschließlich in der frisch renovierten Heilig-Kreuz-Kirche in Schondorf aufgeführt.

Je mehr Produktionen der Verein machte, umso deutlicher wurde die Wichtigkeit der "Hände hinter der Bühne", seien es Bühnen-, Masken- oder Kostümbildner, Inspizienten, Beleuchter, Tontechniker, Organisatoren oder PR-Verantwortliche. Und wie in jedem Amateurtheater braucht es viele handwerkliche Hände, wobei wir stets auf die großzügige Unterstützung durch die Schondorfer Handwerksbetriebe und manche private Helfer rechnen konnten. Auch von der Gemeinde Schondorf erfährt der Verein dankenswerte Unterstützung, sei es durch Zuschüsse oder beispielhaft der Nutzung eines Raumes im alten Rathaus oder der Grundschulaula mit ihrer Bühne. Die katholische Pfarrgemeinde stellt uns im Turm der Heilig-Kreuz-Kirche einen Probenraum und Räumlichkeiten für die Lagerung der Kulissen und Versatzstücke bereit.